Der Internationale Karlspreis zu Aachen, der 1950 erstmals vergeben wurde, ist der älteste und bekannteste Preis, mit dem Persönlichkeiten oder Institutionen ausgezeichnet werden, die sich um Europa und die europäische Einigung verdient gemacht haben. Gegründet als Bürgerinitiative in Aachen – der ersten deutschen Stadt, die nach dem Zweiten Weltkrieg von den Alliierten befreit wurde – sollten damit Bemühungen um die Einigung und den Zusammenhalt des europäischen Kontinents gewürdigt werden.
Seitdem spiegeln der Preis und seine Preisträger – von den Gründervätern Europas über die hoffnungsvollen Visionäre und Schlüsselfiguren der Integration bis hin zu denjenigen, die eine Schlüsselrolle bei der Ost-West-Annäherung spielten, den Erbauern demokratischer Institutionen und den Krisenmanagern unserer Zeit – die Geschichte und die Integration des Nachkriegseuropas wider. Zu den bisherigen Preisträgerinnen und Preisträgern gehören Persönlichkeiten wie Robert Schuman, Jean Monnet, Jacques Delors, Simone Veil, Angela Merkel, Emmanuel Macron, António Guterres, Wolodymyr Selenskyj, Ursula von der Leyen und 2026 Mario Draghi. Die Preisverleihung findet jedes Jahr an Christi Himmelfahrt im Aachener Krönungssaal statt.
In den vergangenen Jahrzehnten hat die Karlspreisstiftung verschiedene Veranstaltungen und Aktivitäten entwickelt, die das Profil des Preises ergänzen. Dazu gehören ein breites öffentliches Programm im Vorfeld der Preisverleihung, der Europäische Jugendkarlspreis, der gemeinsam mit dem Europäischen Parlament an Jugendprojekte in allen EU-Mitgliedsstaaten vergeben wird, sowie ganzjähriges Engagement und Publikationen. Seit 2019 unterstützt und fördert die Karlspreis-Europa-Akademie Forschungsprojekte zu visionären Themen zur Zukunft Europas mit dem Ziel, den wissenschaftlichen Nachwuchs in ganz Europa bei der Umsetzung innovativer Ideen zu fördern.
Das Käte Hamburger Kolleg: Kulturen des Forschens ist ein internationales Center for Advanced Study für Philosophie, Soziologie und Geschichte der Wissenschaft und Technik an der RWTH Aachen University. Es untersucht den Wandel von Forschungskulturen in Wissenschaft und Technik und entwickelt einen methodischen Ansatz, um die Integration verschiedener Disziplinen in die Wissenschaftsforschung zu stärken. Dies geschieht im engen Austausch der Geistes- und Sozialwissenschaften mit den Lebens-, Natur-, Technik- und Ingenieurwissenschaften.
Eingebettet in eine der größten Technischen Universitäten Europas entwickelt das Kolleg neue Formen der Zusammenarbeit zwischen den Disziplinen und verschiebt damit kontinuierlich die Grenzen der interdisziplinären, internationalen Lerngemeinschaft zu Problemstellungen der Wissenschafts- und Technikforschung.
Mit seiner Forschung zu den aktuellen Transformationen der Wissenschaft zielt das Kolleg darauf ab, innovative Ansätze zur Bewältigung gesellschaftlicher Herausforderungen und zur Gestaltung der Zukunft zu entwickeln. Dazu möchten wir uns in den öffentlichen Diskurs einbringen und den Dialog zwischen verschiedenen Zielgruppen fördern.
Die Käte Hamburger Kollegs werden vom Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) im Rahmenprogramm für die Geistes- und Sozialwissenschaften gefördert.
Wie wollen wir leben? Welche Welt wollen wir zukünftigen Generationen hinterlassen? Fragen, die für die Menschheit von zentraler Bedeutung sind und die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler weltweit anspornen, nachhaltige Lösungsansätze zu finden, das erworbene Wissen dank starker Partnerinnen und Partner aus Wissenschaft, Industrie, Politik, Verbänden und natürlich der Gesellschaft in Innovationen zu transferieren, sodass wir alle im Alltag davon profitieren können.
In einer zunehmend komplexeren Welt mit unzähligen Informationskanälen ist es wichtig, verlässliche Informationen zu finden. Es wird immer mehr zu einer Herausforderung, Wahres von Unwahrem zu unterscheiden, Relevantes von Belanglosem. Wie lässt sich Vertrauen in gute Forschung und ihre Ergebnisse stärken? Universitäten wie der RWTH kommt hier eine besondere Verantwortung zu: Durch die Vermittlung unseres Wissens, durch einen Wissenstransfer in die Gesellschaft, der unbedingt transparent und nachvollziehbar die Arbeit von Forscherinnen und Forschern offenlegt. Eine moderne Universität wie die RWTH bringt sich offensiv mit ihren innovativen und nachhaltigen Lösungsansätzen in den gesellschaftlichen Diskurs ein und übernimmt Verantwortung.
Die RWTH Aachen hat seit ihrer Gründung 1870 als „Königliche Rheinisch-Westphälische Polytechnische Schule“ enormes Wissen generiert und mit ihm kontinuierlich der Gesellschaft gedient. Mit der Einrichtung eines Knowledge Hubs fördert die RWTH einen Transfer von Wissen in die Gesellschaft, sie macht dabei auf ihre Forschung aufmerksam und informiert über aktuelle Projekte. Ihr Wissen wird somit auch außerhalb der Hochschule erfahrbar.
„Die Vision der RWTH besteht darin, ein einzigartiges Bildungs- und Forschungsumfeld zu schaffen, in dem Wissen entsteht und übertragen wird an die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der nächsten Generation sowie an die Industrie und Gesellschaft. Es werden Lösungen gefunden, die die heutigen und künftigen technischen und wissenschaftlichen Herausforderungen maßgeblich beeinflussen.“ Auszug aus dem erfolgreichen Exzellenzantrag der Hochschule „The Integrated Interdisciplinary University of Science and Technology. Knowledge. Impact. Networks.“ für die Förderlinie „Exzellenzuniversität“ im Zuge der Exzellenzstrategie des Bundes und der Länder und ihrer dritten Förderrunde.
„Zur Förderung des Wissenstransfers in die Gesellschaft wird der Knowledge Hub als neues Instrument für eine wechselseitige Kommunikation zwischen RWTH-Wissenschaftlerinnen und -Wissenschaftlern, der Öffentlichkeit und weiteren Zielgruppen wie Medien, Bildungseinrichtungen und politischen Entscheidungsträgern dienen. Der Knowledge Hub wird ein wesentlicher Bestandteil einer Open Science- und Netzwerk-Kultur an der RWTH sein, die den gegenseitigen Austausch bei Projekten unter Bürgerbeteiligung ermöglicht.“ Der Knowledge Hub der RWTH wird bis zum Jahr 2026 gefördert. Er schafft insbesondere einen Mehrwert für sogenannte Living Labs als Orte für innovative Forschung unter Beteiligung der Zivilgesellschaft und verschiedener Interessensgruppen. Damit Bürgerinnen und Bürger aber überhaupt erst und aus eigenem Interesse an Forschungsprojekten der RWTH teilnehmen, müssen sie zunächst auf ihre Forschung aufmerksam werden. Eben darin liegt eine der Aufgaben des Knowledge Hubs: auf uns aufmerksam machen.
Der Knowledge Hub widmet sich jährlich einem anderen Schwerpunktthema, über das wir ausführlich informieren.
Die drei bisherigen Schwerpunktthemen sind:
Inhalte unserer Schwerpunktthemen präsentieren wir einer breiten Öffentlichkeit auch in mehreren Veranstaltungen und Aktionen.
Im Rahmen des diesjährigen Schwerpunktthemas „Freiheit“ waren beziehungsweise sind das:
https://www.rwth-aachen.de/cms/root/die-rwth/exzellenzinitiative/knowledge-hub/schwerpunktthema-freiheit/~bhoxcl/veranstaltungen/?lidx=1
Im Rahmen des Knowledge Hubs der RWTH hat das Dezernat 3.0 – Presse und Kommunikation das Audio-Kurzformat „Auf den Punkt gebracht – Mehr wissen in 240 Sekunden“ installiert, welches sich im Schnitt alle sechs bis acht Wochen in kurzen, prägnanten und allgemein verständlichen Audio-Beiträgen einem neuen Thema widmet, zu dem sich Expertinnen und Experten der RWTH mit ihrer Forschung einbringen und diese einem breiten Publikum – keineswegs nur Menschen aus der Hochschule – nahebringen. Mit der Folge 10 „Freiheit“ haben wir eine kleine Umbenennung vorgenommen: „Auf den Punkt gebracht – Mehr wissen aus der RWTH“.
In den bislang ersten zehn Folgen ging es unter anderem um Kreislaufwirtschaft, Nachhaltigkeit, Saubere Energie für Deutschland, Künstliche Intelligenz, Ingenieurmangel in Deutschland und Internationalisierung an der RWTH.