A EUROPEAN SUMMIT

 

FREEDOM OF
RESEARCH

 

4.11. – 5.11.2026 | AACHEN

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IDEE

Unsere Freiheit und Demokratie sind in Gefahr. Unsere Veranstaltung versteht sich als Ort der Reflexion und der Vorausschau. Ziel ist es, Menschen aus ganz Europa zusammenzubringen, Austauschmöglichkeiten zu schaffen und gemeinsam drängende Fragen zur Zukunft Europas zu erörtern.

Freiheit in all ihren Dimensionen ist ein europäisches Grundrecht. Die Freiheit der Forschung ist von entscheidender Bedeutung für die Förderung von Innovation, für Erkenntnisgewinn und um Europas Zukunft in Zeiten der Spaltung zu sichern. Heute steht unser Kontinent vor komplexen Herausforderungen – von politischer Polarisierung und geopolitischen Spannungen bis hin zu wirtschaftlichen Ungleichheiten und Umweltkonflikten. Wie können wir diese Herausforderungen meistern und einen stabilen Rahmen für die Gestaltung unserer Zukunft schaffen?

UNSERE THEMEN

Freiheit der Forschung
Forschungsfreiheit ist ein europäisches Grundrecht, das für die Förderung von Innovation und Wissen sowie für den Erhalt der globalen Wettbewerbsfähigkeit Europas entscheidend ist. Nur eine freie Forschung kann Antworten auf die großen Fragen der Gegenwart – wie die Bedrohung durch die Klimakrise – liefern. Politische Spannungen und die aus vielfältigen Krisen resultierende Ungewissheit stellen eine zunehmende Bedrohung dieser Freiheit dar. Wie können wir diese Herausforderung meistern und den Wert der Forschungsfreiheit schützen?

Ziel unserer Veranstaltung ist es, gemeinsam Ideen und Strategien für den Aufbau einer widerstandsfähigen akademischen Gemeinschaft, basierend auf den europäischen Grundsätzen der Demokratie und des Gemeinwohls, zu erkunden. Wir wollen Europas Position als wettbewerbsfähiger und souveräner Akteur stärken und gleichzeitig die Ideale der akademischen Freiheit aufrechterhalten.
Zukunft Europas
Mit der Veranstaltung beleuchten wir aktuelle Fragen und Zukunftsthemen, die für Europa und die EU von morgen von großer Bedeutung sind. Wie soll Europa in Zukunft aussehen? Welche Prioritäten wollen wir setzen? Wie können wir die europäischen Werte schützen und stärken und gleichzeitig die europäische Integration vorantreiben? Wie frei sind wir bei der Ausrichtung unserer Schwerpunkte, der Förderung von Innovation und der Gestaltung der Zukunft Europas?

Da die Ungewissheit über die Zukunft Europas zunimmt und der Ruf nach Transparenz und öffentlichem Diskurs lauter denn je wird, möchten wir ein breites Publikum einbeziehen, um aktuelle und zukünftige Herausforderungen zu diskutieren.
Zeiten der Spaltung
Europa steht an einem Scheideweg: Politische Polarisierung, Desinformation und gesellschaftliche Fragmentierung gefährden den Zusammenhalt unseres Kontinents. Nationale Interessen prallen aufeinander, während externe Krisen den Druck auf unsere Demokratien verstärken. Gleichzeitig gerät auch die Wissenschaft unter Druck – durch gezielte Desinformation, politische Einflussnahme und eingeschränkte Forschungsfreiheit. Doch wie können wir in Zeiten der Spaltung gemeinsame Werte bewahren, den wissenschaftlichen Austausch sichern und Vertrauen in europäische Institutionen stärken?

Unser Summit widmet sich diesen Fragen und sucht nach Wegen, um Brücken zu bauen – zwischen Staaten, Generationen und gesellschaftlichen Gruppen sowie zwischen Politik, Wirtschaft und Wissenschaft.
Innovation und Wettbewerbsfähigkeit
Als Karlspreisträger 2026 hat Mario Draghi betont, dass Europa seine Wettbewerbsfähigkeit und wirtschaftliche Resilienz in einem zunehmend von geopolitischen Spannungen geprägten globalen Umfeld stärken muss. Dafür braucht es nicht nur Investitionen und industrielle Kapazitäten, sondern auch Institutionen, die Offenheit, Talent, Innovation und den freien Austausch von Wissen fördern.

Akademische Freiheit ist dabei ein zentrales Fundament kritischen Denkens, intellektueller Vielfalt und eines offenen demokratischen Diskurses. Freie Forschung sowie internationale wissenschaftliche Zusammenarbeit sind unverzichtbar für eine widerstandsfähige Forschungslandschaft und für Europas langfristige Innovationskraft.

Mit unserem Summit möchten wir die politischen und institutionellen Rahmenbedingungen diskutieren, die sowohl eine starke wissenschaftliche Gemeinschaft als auch ein wettbewerbsfähiges Europa ermöglichen. Wie prägen politische Systeme die Produktion von Wissen und Innovation? Welche Hindernisse bremsen Europas Wettbewerbsfähigkeit weiterhin aus? Und welche gesellschaftlichen Kosten entstehen, wenn akademische und wissenschaftliche Freiheit eingeschränkt wird?
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PROGRAMM 2026

Krönungssaal, Aachener Rathaus
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FESTEMPFANG

MITTWOCH, 4. NOVEMBER 2026
Der „Freedom of Research: A European Summit 2026“ startet mit einem besonderen Abend im historischen Krönungssaal des Aachener Rathauses.

In seiner Keynote eröffnet Manuel Heitor – ehemaliger portugiesischer Minister für Wissenschaft, Technologie und Hochschulbildung, Autor des „Heitor-Berichts“ (Align, Act, Accelerate) und Professor am Instituto Superior Técnico der Universität Lissabon – den Dialog über die Freiheit der Forschung und die Frage, wie Innovation und Wettbewerbsfähigkeit Europas Zukunft prägen können.

Es erwartet Sie ein festliches Dinner, bei dem wir die diesjährigen Stipendiatinnen und Stipendiaten der Karlspreis-Europa-Akademie willkommen heißen und gemeinsam den Auftakt zu zwei Tagen voller neuer Perspektiven, kontroverser Fragen und inspirierender Begegnungen im Herzen Europas feiern.

Sprachen: Englisch und Deutsch (mit Simultandolmetschung)

Die Teilnahme ist nur auf Einladung möglich.
Generali Saal, SuperC, RWTH Aachen University
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SYMPOSIUM

DONNERSTAG, 5. NOVEMBER 2026
Was bedeutet es, in einem Europa im Wandel frei zu denken, zu sprechen und zu forschen? Geopolitische Unsicherheit, technologischer Wandel und globaler Wettbewerb stellen Europa vor neue Herausforderungen. Zugleich sind Forschungsfreiheit, Innovation und Wettbewerbsfähigkeit eng miteinander verbunden: Sie brauchen Offenheit, Talente, internationale Zusammenarbeit und den freien Austausch von Wissen.

Beim Symposium wollen wir gemeinsam diskutieren, welche Bedingungen Europa braucht, um Forschungsfreiheit und Wettbewerbsfähigkeit zu stärken und seine Zukunft aktiv zu gestalten. Seien Sie dabei und bringen Sie Ihre Perspektive ein!

Uhrzeit: 9.00 Uhr – 17.00 Uhr

Sprache: Englisch

Alle Interessierten sind herzlich eingeladen. Die Teilnahme ist kostenfrei. Eine Anmeldung über diese Website ist erforderlich.
APOLLO Kino & Bar, Aachen
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Stand-up FoR Science NIGHT

DONNERSTAG, 5. NOVEMBER 2026
Wir laden Sie und euch herzlich zu einem besonderen Abend rund um das Thema Freiheit ein. Lasst euch inspirieren, diskutiert mit – oder lehnt euch einfach zurück und genießt unser abwechslungsreiches Programm!

Freut euch auf einen Poetry Slam und ein Gespräch über die Midterm-Wahlen in den USA mit Dr. Mayssoun Zein al Din, Executive Director der Academy of International Affairs NRW, und Anca Agachi, Defense Policy Analyst bei RAND und Karlspreis-Stipendiatin 2025/26. Dazu erwarten euch spannende Late-Night-Talks mit der ausgebildeten Astronautin und Klimaforscherin Dr. Insa Thiele-Eich sowie dem Comedian Khalid Bounouar, moderiert von Luca Swieter.

Uhrzeit: 18.30 Uhr – 22.30 Uhr

Sprachen: Deutsch und Englisch

Wir freuen uns auf einen inspirierenden Abend mit Ihnen und euch im Apollo Kino & Bar. Die Teilnahme ist kostenfrei. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
Manuel Heitor

 

Ehemaliger Minister Portugals, Verfasser des „Heitor-Berichts“

Monika Steinel

 

Stellvertretende Generalsekretärin der EUA

Insa Thiele-Eich

 

Wissenschaftskommunikatorin, (F)-Astronautin und Klimaforscherin

Paul-Olivier Dehaye

 

CEO, hestia.ai und Gründer PersonalData.IO

Dr. Tetiana Vodotyka

 

Akademische Direktorin, Kyiv School of Economics

Georgios Kolliarakis

 

DGAP, Senior Associate Fellow, EU

Anca Agachi

 

RAND, Charlemagne Prize Fellow 2025/26

Michael Ziemons

 

Oberbürgermeister der Stadt Aachen

Michael Riesener

 

Instituts- und Lehrstuhlleitung Werkzeugmaschinenlabor WZL der RWTH Aachen

Mayssoun Zein Al Din

 

Direktorin, Academy of International Affairs NRW

Olga Ceran

 

UCLouvain Saint-Louis Interdisciplinary Research Institute

Yu-Wei Chen

 

Charité Berlin, Charlemagne Prize Fellow 2025/26

Carsten Reinhardt

 

Fakultät für Geschichtswissenschaft, Philosophie und Theologie, Universität Bielefeld

Eduardo Brito

 

Cybernetica, Charlemagne Prize Fellow 2025/26

Khalid Bounouar

 

Comedian (RebellComedy)

Matthias Wessling

 

Prorektor für Transfer, RWTH Aachen University

Jürgen Janger

 

WIFO – Österreichisches Institut für Wirtschaftsforschung

Cyrus Mody

 

History of Science, Technology, and Innovation, Maastricht University

Ulrich Rüdiger

 

Rektor, RWTH Aachen Universität

Hylke Dijkstra

 

Maastricht University Europe Chair

Elena Bruni

 

LUISS Guido Carli Universität

Thomas Prefi

 

Sprecher des Karlspreis Stiftungs-Vorstandes

Gabriele Gramelsberger

 

Lehrstuhl für Wissenschafts- und Techniktheorie RWTH

Julia Hagel

 

Moderatorin

Stefan Böschen

 

Lehrstuhl für Technologie und Gesellschaft RWTH

Angela Maas

 

Stellv. Sprecherin des Karlspreis Stiftungs-Vorstandes

Agnes Radziwon

 

University of Southern Denmark

Luca Swieter

 

Simon Middelkoop

 

Schauspieler, Poetry Slammer, Comedian

FESTLICHE ABENDVERANSTALTUNG
Prof. Dr. Manuel Heitor, ehemaliger Minister für Wissenschaft, Technologie und Hochschulwesen Portugals, Verfasser des „Heitor Reports"
Manuel Heitor ist Professor für Maschinenbau am Instituto Superior Técnico (IST) der Universität Lissabon und Gründungsdirektor von IN+, dem Zentrum für Innovation, Technologie und Politikforschung. Von 2015 bis 2022 war er Portugals Minister für Wissenschaft, Technologie und Hochschulbildung und trieb wegweisende Reformen in der Forschungs-, Innovations- und Hochschulpolitik voran. Er ist außerdem Autor des „Heitor-Berichts“ (Align, Act, Accelerate), der 2024 von der Europäischen Kommission als strategischer Fahrplan für die Wettbewerbsfähigkeit der EU in Forschung und Innovation sowie für die Zukunft des Nachfolgeprogramms von „Horizont Europa“ in Auftrag gegeben wurde. Als Wissenschaftler mit großer internationaler Reichweite hatte er Gastprofessuren an der Harvard University inne und verfasste über 130 wissenschaftliche Publikationen. Seine Karriere verbindet fundierte ingenieurwissenschaftliche Forschung mit hochrangiger Politikgestaltung und macht ihn zu einer führenden Stimme für die Zukunft von Wissenschaft, Innovation und Bildung in Europa und darüber hinaus.
Dr. Michael Ziemons | Oberbürgermeister, Stadt Aachen
Dr. Michael Ziemons ist seit November 2025 Oberbürgermeister der Stadt Aachen. Der gebürtige Aachener ist promovierter Erziehungswissenschaftler und war Professor sowie Dekan an der Katholischen Hochschule NRW. Zuvor war er unter anderem als Dezernent der StädteRegion Aachen tätig, wo er für Themen wie Digitalisierung, Soziales, Gesundheit, Inklusion und Integration verantwortlich war. Neben seiner wissenschaftlichen und beruflichen Laufbahn engagiert sich Ziemons seit vielen Jahren ehrenamtlich in sozialen und gesellschaftlichen Projekten. Als Oberbürgermeister setzt er sich für eine bürgernahe, digitale und zukunftsorientierte Verwaltung ein und möchte Aachen gemeinsam mit den Menschen vor Ort als lebenswerte, vielfältige und innovative Stadt weiterentwickeln.
Prof. Dr. Ulrich Rüdiger | Rektor, RWTH Aachen University
Ulrich Rüdiger ist seit 2018 Rektor der RWTH Aachen. Der gebürtige Helmstedter kennt die Vorlesungssäle und den Campus der RWTH nicht nur als Rektor, sondern auch als Student. Er studierte von 1988 bis 1997 an der Universität Physik. Dort machte er auch 1997 seinen Doktor und erhielt fünf Jahre später seinen Titel als Professor.
Prof. Dr. Thomas Prefi | Vorsitzender, Stiftung Internationaler Karlspreis zu Aachen
Seit 2019 ist Thomas Prefi der Vorsitzende der Karlspreisstiftung. Er studierte von 1984 bis 1990 Maschinenbau an der RWTH Aachen, an der er 1995 promovierte und 2002 habilitierte. Er ist Mitbegründer, ehemaliger Vorstandsvorsitzender und Mitglied des Aufsichtsrats der 'Umlaut SE' (vormals 'P3 group AG') - die seit 2021 zu Accenture gehört - und trägt zur strategischen Ausrichtung des Unternehmens bei. Prof. Dr. Prefi hat eine außerordentliche Professur für Fertigungsmesstechnik und Qualitätsmanagement an der RWTH Aachen inne.
Moderation: Dr. Angela Maas | Journalistin und Moderatorin
Dr. Angela Maas ist eine deutsche Journalistin und Fernsehmoderatorin. Sie studierte Geschichtswissenschaften an der Universität Wien, wo sie 1986 zum Dr. phil. promoviert wurde. Von 1984 bis 1986 arbeitete Dr. Maas beim Österreichischen Rundfunk, bevor sie nach Deutschland zurückkehrte. Nach ihrer Rückkehr moderierte sie unter anderem für den WDR die Sendungen west3 und die Lokalzeit aus Köln. Heute moderiert Angela Maas regelmäßig Veranstaltungen. Sie ist Mitglied des Karlspreisdirektoriums und stellvertretende Sprecherin des Vorstandes der Karlspreisstiftung.
SYMPOSIUM
Prof. Dr. Stefan Böschen | Direktor des KHK c:o/re, Lehrstuhlleitung Technik und Gesellschaft, RWTH Aachen University
Stefan Böschen ist Soziologe der Technik und einer der beiden Direktoren des Käte Hamburger Kollegs: Cultures of Research (c:o/re). Er hält den Lehrstuhl „Gesellschaft und Technik“ am Human Technology Center (HumTec) der RWTH Aachen University. Er ist Sprecher von HumTec und Rektoratsbeauftragter für Leonardo, ein ausgezeichnetes Projekt an derselben Universität, das darauf abzielt, Interdisziplinarität, Verantwortung und Partizipation in der akademischen Lehre zu fördern. Seine Promotion in Soziologie erhielt er an der Universität Erlangen-Nürnberg. Von 2009 bis 2010 vertrat er den Lehrstuhl für Soziologie der Wissenschaft an der Universität Bielefeld. Nach seiner Tätigkeit am Institut für Technikfolgenabschätzung und Systemanalyse (ITAS) am Karlsruher Institut für Technologie wurde er 2018 Inhaber des Lehrstuhls für Gesellschaft und Technik an der RWTH Aachen University. Stefan Böschen ist zudem Vorsitzender des Ausschusses für Risikoforschung und Risikowahrnehmung am Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) und Mitglied der Forschungsprojektgruppe zu interdisziplinären Reflexionen über Wissenschaft an der Deutschen Akademie der Naturforscher Leopoldina. Seine Forschungsschwerpunkte umfassen Science and Technology Studies, Technikfolgenabschätzung, kollaborative Forschung und Innovationsprojekte, Wissen und Demokratie.
Eduardo Brito | Karlspreis-Stipendiat 2025/26 und Doktorand, Cybernetica AS und Universität Tartu
Eduardo Brito ist Security Engineer und Industrial PhD Candidate bei Cybernetica AS und der Universität Tartu. Sein Forschungsschwerpunkt liegt auf vertrauenswürdigen digitalen Infrastrukturen, angewandter Kryptografie und Technologien zur Stärkung des Datenschutzes. Er arbeitet an bedeutenden europäischen und internationalen Forschungsinitiativen zu Daten-Governance, digitaler Souveränität und verifizierbaren Vertrauenssystemen, unter anderem im Rahmen der estnischen Exzellenzzentren für Künstliche Intelligenz und Internetwahlen. Seine Forschung wurde in führenden wissenschaftlichen Fachpublikationen veröffentlicht und unter anderem vom Estonian Research Council, dem St. Gallen Symposium Global Essay Competition und dem Innovation Radar der Europäischen Kommission ausgezeichnet. Als Karlspreis-Fellow 2025/26 untersucht er in seinem Projekt „Proof-of-Location for European Digital Sovereignty“, wie verifizierbare Standortnachweise Transparenz, Rechenschaftspflicht und demokratische Resilienz in Europa stärken können.
Elena Bruni | "Assistant Professor" für Organisation an der LUISS Guido Carli Universität
Elena Bruni ist Tenure-Track Assistant Professor für Organisation an der LUISS Guido Carli Universität, Italien. Ihre Forschung untersucht die sprachlichen und multimodalen Prozesse, die organisatorischen und gesellschaftlichen Wandel vorantreiben, mit Schwerpunkt auf Wissenschaftsleugnung, Impfzögerlichkeit, institutionellem Misstrauen und Praktiken in moralisch ambivalenten Kontexten. Im Jahr 2024 wurde ihr eine Fulbright Distinguished Chair an der University of Pittsburgh verliehen. Von 2020 bis 2021 war sie Marie Skłodowska-Curie Research Fellow an der WU Wien, wo sie ein Projekt zu den diskursiven und multimodalen Dynamiken der Impfzögerlichkeit leitete. Ihre Arbeiten wurden in Fachzeitschriften wie Academy of Management Review, Organization Studies und Long Range Planning veröffentlicht. Sie ist außerdem Mitherausgeberin von Organized Science Denial: An Action Plan for Solutions (Oxford University Press).
Dr. Olga Ceran | Postdoktorandin am UCLouvain Saint-Louis Interdisciplinary Research Institute
Olga Ceran ist Postdoktorandin am UCLouvain Saint-Louis Interdisciplinary Research Institute (Belgien) und Gastforscherin am Europa-Institut der Universität Leiden (Niederlande). In ihrer aktuellen Forschung beschäftigt sie sich mit der akademischen Freiheit als Rechtsanspruch in Europa, wobei sie sich insbesondere auf Artikel 13 der Charta der Grundrechte der Europäischen Union („Freiheit der Wissenschaften und Künste“) und die Rolle der EU bei deren Schutz konzentriert. Olga ist ehemalige re:constitution-Stipendiatin und Mellon/SAR-Stipendiatin für akademische Freiheit. Sie hat zu den European Parliament Academic Freedom Monitors 2024 und 2025 beigetragen und ist Co-Managerin des Research Network on Academic Freedom. Sie ist außerdem in der Open-Science-Bewegung aktiv und setzt sich für gerechten Zugang zu Wissen sowie für die Förderung einer unterstützenden akademischen Umgebung ein. Ihre weiteren Forschungsinteressen umfassen Vergleichendes Recht, Europäisches Menschenrecht und Europäisierung, besonders in Bereichen, in denen die EU nur begrenzte Kompetenzen hat. Sie hat einen Doktortitel in Rechtswissenschaften und einen LLM in Vergleichendem, Europäischem und Internationalem Recht vom European University Institute in Florenz, sowie einen Master-Abschluss in Rechtswissenschaften von der Universität Wrocław (Polen).
Yu-Wei Chen | Karlspreis-Stipendiat 2025/26 und Gastwissenschaftler am Center for Global Health, Charité in Berlin
Yu-Wei Chen ist Gastwissenschaftler am Center for Global Health der Charité in Berlin. Als ausgebildeter Jurist verfügt er über mehrjährige Forschungserfahrung in den Bereichen Gesundheitsrecht und Gesundheitspolitik in Taiwan und den USA. Im Rahmen seines Fellowship-Projekts untersucht er die Beschaffung kritischer Arzneimittel durch die EU aus den Perspektiven von Resilienz und Gerechtigkeit – ein Thema, das angesichts jüngster Lieferengpässe und des zunehmenden globalen Wettbewerbs an Bedeutung gewinnt.
Dr. Paul-Olivier Dehaye | Mathematiker, Gründer von PersonalData.IO und Hestia.ai
Paul-Olivier Dehaye ist Mathematiker, Unternehmer und engagierter Verfechter des Datenschutzes. Er promovierte in Mathematik an der Stanford University und forschte unter anderem an der University of Oxford, der ETH Zürich und der Universität Zürich. Als Gründer von PersonalData.IO und Hestia.ai setzt er sich seit Jahren dafür ein, dass Datenschutzrechte nicht nur auf dem Papier bestehen, sondern auch in der Praxis durchsetzbar sind. Er spielte eine maßgebliche Rolle bei der Aufdeckung des Cambridge-Analytica-Skandals und zeigte anhand konkreter Fälle, wie persönliche Daten zur Beeinflussung demokratischer Prozesse eingesetzt werden können. Zudem führte er gemeinsam mit Hunderten von Uber-Fahrern partizipative Forschungsprojekte durch, um die Algorithmen von Plattformen besser zu verstehen und rechtliche Verfahren zu unterstützen. Derzeit beschäftigt sich Dehaye mit Kontroversen rund um KI-Plattformen und der Aneignung mathematischer Ideen. Er hat vor dem Europäischen Parlament, den Vereinten Nationen, dem Europarat und dem britischen Parlament ausgesagt und in mehreren hundert Fällen – darunter auch Sammelklagen – als gerichtlich beauftragter Rechtsexperte mitgewirkt.
Prof. Dr. Hylke Dijkstra | Maastricht University Europe Chair and Professor of International Security and Cooperation
Prof. Dr. Hylke Dijkstra ist Inhaber des Europa-Lehrstuhls der Universität Maastricht und Professor für Internationale Sicherheit und Zusammenarbeit (Hoogleraar in Internationale Veiligheid en Samenwerking). Er ist Experte für europäische Angelegenheiten, europäische Sicherheit, Multilateralismus und internationale Organisationen. Er untersucht, wie zunehmende Geopolitik die Aussichten auf internationale Zusammenarbeit beeinflusst und was dies für Europa bedeutet. Als Inhaber des UM-Europa-Lehrstuhls (ab September 2026) leitet Hylke Dijkstra eines der vier strategischen Forschungsthemen „Europa und eine globalisierende Welt“ der Universität Maastricht und übernimmt die akademische Leitung von Studio Europa. Bis August 2026 ist er Direktor des Forschungsprogramms Europa: Gesellschaft, Politik und globale Ordnung (ESPO). Hylke Dijkstra ist der Projektkoordinator des Horizon-Projekts ENSURED darüber, wie die EU und ihre Mitgliedstaaten die globale Governance transformieren können. Er ist auch der Projektkoordinator von KNOWSEC-NL über Forschungssicherheit in einer geopolitischen Welt. Er ist Mitglied des Ständigen Ausschusses für Europäische Integration des Beirats für Internationale Angelegenheiten (Adviesraad Internationale Vraagstukken).
Prof. Dr. Gabriele Gramelsberger | Direktorin des KHK c:o/re, Lehrstuhl Wissenschaftstheorie und Technikphilosophie, RWTH Aachen University
Gabriele Gramelsberger ist Wissenschafts- und Technikphilosophin und eine der beiden Direktoren des Käte Hamburger Kollegs: Cultures of Research (c:o/re). Seit 2017 ist sie Inhaberin des Lehrstuhls für Wissenschafts- und Technikphilosophie an der Philosophischen Fakultät der RWTH Aachen University. Sie ist Mitglied des RWTH Human Technology Center und Prodekanin für Forschung an der Philosophischen Fakultät der RWTH Aachen University. Seit 2019 ist sie ordentliches Mitglied der Nordrhein-Westfälischen Akademie der Wissenschaften und der Künste. Ihre Forschung widmet sich der Digitalisierung der Wissenschaft. Ihr Ziel ist es, einen konzeptionellen Rahmen für die Philosophie der Computational Sciences und eine Open-Science-Infrastruktur für Computational Science Studies zu entwickeln. Im Jahr 2018 gründete sie das Computational Social Systems Lab, gefördert durch das NRW Digital Fellowship 2017. Im Jahr 2023 wurde sie mit dem K. Jon Barwise Prize der American Philosophical Association für bedeutende und nachhaltige Beiträge zu Bereichen ausgezeichnet, die für die Philosophie und die Computerwissenschaften relevant sind.
Dr. Julia Hagel | Moderatorin
Seit 2014 ist Julia Hagel freiberufliche Moderatorin für Konferenzen, Veranstaltungen, Podiumsdiskussionen oder Videoproduktionen für z.B. das Wirtschaftsministerium Baden-Württemberg (BaWü), das Karlsruher Institut für Technologie, die Technische Universität München, die Technische Universität Berlin oder das Umweltministerium BaWü. Der Schwerpunkt ihrer Moderationen liegt auf Themen wie Wissenschaft und Nachhaltigkeit. Bei ihren Moderationen ist sie stets bestrebt, komplexe Themen für jedermann zugänglich zu machen. Sie ist promovierte Betriebswirtin und arbeitet als Consumer Insights Manager bei der Bosch Siemens Hausgeräte GmbH.
Mag. Dr. Jürgen Janger | WIFO - Österreichisches Institut für Wirtschaftsforschung
Jürgen Janger ist als leitender Ökonom (Senior Economist) am Österreichischen Institut für Wirtschaftsforschung tätig, wo er im Rahmen rotierender Führungsaufgaben auch als Forschungsgruppenkoordinator und stellvertretender Forschungsdirektor fungierte. Sein Forschungsschwerpunkt liegt auf der Wissenschafts- und Innovationsökonomie, einschließlich der bestimmenden Faktoren für Forschungs- und Innovationsleistung wie beispielsweise dem Wissenstransfer. Er verfügt über mehr als 20 Jahre Erfahrung in der Untersuchung und Bewertung von Forschungs- und Innovationspolitik für die Europäische Kommission, EU-Rahmenprogramme, die OECD, den Schweizer Wissenschaftsrat, die deutsche Expertenkommission für Forschung und Innovation, die österreichische Regierung und viele weitere Institutionen. Er war Mitglied des Lenkungsausschusses des groß angelegten FP7-Projekts WWWforEurope und maßgeblich an den MORE-Erhebungen sowie am Projekt „Knowledge Ecosystems“ beteiligt. Zuletzt war er als Experte für die Initiative zum gegenseitigen Lernen im Bereich Forschungskarrieren tätig, koordinierte die unabhängige Überprüfung des EU-Anzeigers für industrielle Forschung und Entwicklung (GLORIA) und wirkte am Projekt „Horizon SECURE“ zum Thema Forscherkarrieren mit. Er veröffentlichte in führenden Fachzeitschriften wie „Research Policy“, „Higher Education“ und „Technological Forecasting and Social Change“.
Dr. Georgios Kolliarakis | Senior Associate Fellow, EU, Strategische Vorausschau, DGAP
Dr. Georgios Kolliarakis ist Senior Associate Fellow bei der DGAP. Er arbeitet an der Schnittstelle von Sicherheits- und Technologiepolitik, insbesondere zu aufkommenden Sicherheitsbedrohungen, zur strategischen Vorausschau und der Umsetzung von Erkenntnissen durch die Politik. Seit 2024 ist er Koordinator des European Union’s Dual Use Export Control Global Programme (Foreign Policy Instrument/European External Action Service). Daneben berät Georgios nationale Ministerien und internationale Gremien – darunter die Europäische Kommission, die Europäische Verteidigungsagentur, das Auswärtige Amt und die Bundeswehr – zu Fragen der sicherheitsrelevanten Technologien, Cyber-/Hybridbedrohungen, kritischen Infrastrukturen und internationaler Sicherheit sowie zur vorausschauenden Planung. Als Senior Associate Fellow am Wiener Zentrum für gesellschaftliche Sicherheit beschäftigt er sich mit Fragen der Sicherheitspolitik und Sicherheitsforschung. Seit 2023 bringt Georgios zudem seine Expertise in den EU Strategic Foresight Hub (EEAS) ein. Er ist Mitglied des interdisziplinären DIN-Arbeitsausschusses für Normen der Künstlichen Intelligenz, des Expertennetzwerks des Weltwirtschaftsforums, der World Future Studies Federation, des International Network for Government Science Advice und der European Association for the Studies of Science and Technology. Nach seinem Ingenieurstudium an der Nationalen Technischen Universität Athen erwarb Georgios einen Master in Politischer Geographie an der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn und promovierte in Internationaler Politik an der Ludwig-Maximilians-Universität München.
Prof. Cyrus Mody (C.C.M.) | History of Science, Technology, and Innovation, Maastricht University
Professor Cyrus Mody ist Historiker der jüngeren Wissenschafts- und Technikgeschichte, insbesondere der angewandten Naturwissenschaften in den USA seit 1965. Er untersucht die Kommerzialisierung akademischer Forschung, die longue durée der verantwortungsvollen Forschung und Innovation (RRI) sowie die Technopolitik der Knappheit in den 1970er Jahren. Von 2020-2025 war Prof. Mody Hauptuntersuchungsleiter eines NWO (Niederländische Organisation für Wissenschaftliche Forschung) Vici-Stipendiums, "Managing Scarcity and Sustainability: The Oil Industry, Environmentalism, and Alternative Energy in the Age of Scarcity" (https://managingscarcity.com/). Weitere Teammitglieder sind Odinn Melsted (Postdoc), Michiel Bron (Doktorand, Projekt zu Öl- und Kernenergie) und Jelena Stankovic (Doktorandin, Projekt zu Öl- und Solarenergie). Parallel dazu ist Prof. Mody Co-PI im ERC Synergy Grant „Nanobubbles“ zusammen mit den Kollegen @_Nano_Bubbles (https://nanobubbles.hypotheses.org/). Dieses Projekt zielt darauf ab, zu verstehen, warum es so schwierig ist, wissenschaftliche Aufzeichnungen zu korrigieren und wie Wissenschaftler widersprüchliche Beweise ignorieren können. Ziel ist es, einen gesünderen wissenschaftlichen Dialog zu fördern, in dem widersprüchliche Beweise diskutiert und Fehler ohne Angst vor Konsequenzen korrigiert werden können.
Prof. Dr. Thomas Prefi | Vorsitzender, Stiftung Internationaler Karlspreis zu Aachen
Seit 2019 ist Thomas Prefi der Vorsitzende der Karlspreisstiftung. Er studierte von 1984 bis 1990 Maschinenbau an der RWTH Aachen, an der er 1995 promovierte und 2002 habilitierte. Er ist Mitbegründer, ehemaliger Vorstandsvorsitzender und Mitglied des Aufsichtsrats der 'Umlaut SE' (vormals 'P3 group AG') - die seit 2021 zu Accenture gehört - und trägt zur strategischen Ausrichtung des Unternehmens bei. Prof. Dr. Prefi hat eine außerordentliche Professur für Fertigungsmesstechnik und Qualitätsmanagement an der RWTH Aachen inne.
Dr. Agnes Radziwon | außerordentliche Professorin an der Universität Süddänemark, Forschungsstipendiatin an der Universität von Kalifornien
Agnes Radziwon ist außerordentliche Professorin an der Universität Süddänemarks und Forschungsstipendiatin an der University of California, Berkeley. Professorin Radziwons Fachwissen liegt im Bereich Innovations- und Technologiemanagement. Als Wissenschaftlerin untersucht sie eine breitere Perspektive der interorganisatorischen Zusammenarbeit in verschiedenen Arten von (Öko-)Systemen. Sie interessiert sich dafür, wie Wissen zwischen Organisationen transferiert wird, welche Rolle Netzwerke bei der Förderung oder Behinderung von Innovationen spielen und wie Institutionen Ideen und Praktiken kodifizieren. Sie hat mehrere stark zitierte Artikel über Open Innovation, Open Innovation in der Wissenschaft und Ökosysteme veröffentlicht. Sie ist Mitautorin des Oxford Handbook on Open Innovation (OUP, 2024).
Prof. Dr. Carsten Reinhardt | Fakultät für Geschichtswissenschaft, Philosophie und Theologie, Universität Bielefeld
Carsten Reinhardt ist Professor für Historische Wissenschaftsforschung an der Universität Bielefeld und Co-Direktor des Institute for Studies of Science (ISoS). Er promovierte 1996 an der Technischen Universität Berlin über chemische Forschung bei BASF und Hoechst zwischen 1863 und 1914. Zwischen 1997 und 2005 war er Assistant Professor an der Universität Regensburg und 2006-2007 Forschungsstipendiat am Max-Planck-Institut für Wissenschaftsgeschichte in Berlin, bevor er 2007 an die Universität Bielefeld wechselte. Von 2013 bis 2016 war er Präsident und Geschäftsführer des Science History Institute in Philadelphia, USA. Zwischen 2014 und 2023 war Reinhardt Co-Leiter des Forschungsprogramms zur Geschichte der Max-Planck-Gesellschaft. Für sein Buch "Residues. Thinking Through Chemical Environments", Rutgers UP 2022, erhielt Reinhardt 2023 den Robert K. Merton Award der American Sociological Association (Sektion Wissenschaft, Wissen und Technologie). 2024 bekam er den Morris Award der Society for the History of Chemistry, der wissenschaftliche Leistungen in der Geschichte der modernen Chemie oder der chemischen Industrie anerkennt. Von 2017 bis 2021 war er Präsident der Gesellschaft für Geschichte der Wissenschaften, der Medizin und der Technik (GWMT). Reinhardt ist Mitglied der deutschen Nationalakademie der Wissenschaften Leopoldina, der Europäischen Akademie der Wissenschaften und der Academia Europaea. 2011 war er professeur invité an der École Normale Supérieure in Paris und 2024-25 Fellow am Käte Hamburger Kolleg: Kulturen des Forschens an der RWTH Aachen. Reinhardts allgemeine Forschungsfelder sind die Geschichte der Chemie, industrielle Forschung, wissenschaftliche Instrumentierung, Regulierungswissenschaft und Expertenwissen im neunzehnten und zwanzigsten Jahrhundert. In seinem neuesten Projekt untersucht Reinhardt zusammen mit Helmut Maier (Wuppertal) die Geschichte deutscher staatlicher Forschungsbehörden von Erstem Weltkrieg bis zur Zeit des Kalten Krieges, mit einem Fokus auf den Nationalsozialismus und den Zweiten Weltkrieg. Diese Behörden in den Bereichen Chemie, Physik, Geologie und Materialwissenschaften waren für Forschung und Regulierung in vielen verschiedenen Bereichen zuständig, von der Rohstofferschließung über die Normsetzung bis hin zu Tests von Materialien, die für die Rüstung verwendet wurden. Als Schlüsselinstitutionen eines totalitären Regimes stellten sie eine Wissenschaft für Autarkie und Krieg dar.
Prof. Dr. Michael Riesener | Lehrstuhlleitung Werkzeugmaschinenlabor WZL der RWTH Aachen
Prof. Dr.-Ing. Michael Riesener verbindet in seiner wissenschaftlichen und unternehmerischen Tätigkeit die Themen Produktionstechnik, Innovations- und Technologiemanagement sowie Deep-Tech-Innovation. Im Mittelpunkt seiner Arbeit steht die Frage, wie neue Technologien und wissenschaftliche Erkenntnisse in industrielle Anwendungen überführt und zukunftsfähige Produktions- und Wertschöpfungssysteme gestaltet werden können. Seine Schwerpunkte reichen von KI- und datengetriebenen Produktionssystemen über Systems Engineering und Komplexitätsmanagement bis hin zu nachhaltigen und zirkulären Produktionssystemen sowie agilen Entwicklungsprozessen. Seit Mai 2026 ist Prof. Riesener Inhaber des Lehrstuhls für Produktionssystematik an der RWTH Aachen University. In dieser Funktion ist er zugleich Mitglied des Direktoriums des Werkzeugmaschinenlabors WZL der RWTH Aachen University sowie des Fraunhofer-Instituts für Produktionstechnologie IPT. Bereits seit März 2025 ist er Professor und Leiter des Forschungsgebiets Deep Tech Innovation an der RWTH Aachen University. Darüber hinaus ist er seit Januar 2025 Rektoratsbeauftragter für Translation. In dieser Funktion beschäftigt er sich mit der Überführung wissenschaftlicher Erkenntnisse und Technologien in wirtschaftliche und gesellschaftliche Anwendungen.
Monika Steinel | Stellvertretende Generalsekretärin der EUA
Monika ist seit Oktober 2021 stellvertretende Generalsekretärin der European University Association (EUA). In dieser Funktion teilt sie die strategische Aufsicht über verschiedene Elemente der Arbeit der EUA und trägt zur organisatorischen Entwicklung der Vereinigung bei, einschließlich Mitgliederverwaltung und -dienste sowie strategischer und operativer Planung. Zudem leitet sie die Aktivitäten der EUA im Bereich der akademischen Freiheit und der Wertvorstellungen von Hochschulen und hat an zahlreichen entsprechenden Initiativen und Expertengruppen mitgewirkt. Monika ist seit 2010 bei der EUA, zunächst in der Einheit für Governance, Autonomie und Finanzierung, wo sie das wegweisende Autonomie-Scorecard-Projekt der EUA umgesetzt hat.
Prof. Dr. Matthias Wessling | Prorektor für Transfer, RWTH Aachen University
Seit 2018 ist Prof. Dr.-Ing. Matthias Wessling Prorektor für Transfer an der RWTH Aachen. Zudem leitet er seit 2010 den Lehrstuhl für Chemische Verfahrenstechnik (AVT.CVT) der RWTH Aachen.
Dr. Tetiana Vodotyka | Akademische Leiterin an der Kyiv School of Economics
Dr. Tetiana Vodotyka ist eine ukrainische Stadt- und Wirtschaftshistorikerin sowie Akademische Direktorin des Masterstudiengangs „Urban Studies and Post-War Reconstruction“ an der Kyiv School of Economics. Sie wurde in Cherson geboren, studierte Geschichte an der Taras-Schewtschenko-Nationaluniversität Kyiv und promovierte 2014 am Institut für Geschichte der Ukraine an der Nationalen Akademie der Wissenschaften mit einer Dissertation über Unternehmertum in ukrainischen Städten im 19. Jahrhundert. 2016 war sie Mitbegründerin der begutachteten Fachzeitschrift City: History, Culture, Society, deren Herausgeberin sie seither ist. Seit dem Beginn der russischen Vollinvasion ist sie als Wissenschaftlerin an der Universität Göttingen (2022–2023) und an der Durham University (2023–2025) tätig gewesen. Sie hat mehrere Sachbücher zur ukrainischen Stadt- und Wirtschaftsgeschichte veröffentlicht, darunter Honorary Citizens of Kyiv, das 2019 mit dem Preis „Book of the Year“ ausgezeichnet wurde. Zudem schreibt sie für Forbes Ukraine und andere ukrainische Medien.
Stand-up FoR Science NIGHT
Anca Agachi | Karlspreis-Stipendiatin 2025/26 und Defence Policy Analyst, RAND
Anca Agachi ist Defence Policy Analyst bei RAND, einer US-amerikanischen Forschungsorganisation. Zu ihren Schwerpunkten gehören die transatlantische Sicherheits- und Verteidigungspolitik, Bündnisse, globale Governance, die sicherheitspolitischen Auswirkungen neuer Technologien sowie strategische Zukunftsfragen. Sie beschäftigt sich insbesondere mit der Zukunft von Konflikten und Sicherheit und damit, wie die transatlantische Gemeinschaft auf Veränderungen reagieren kann. Zuvor war sie unter anderem beim Atlantic Council und der Europäischen Verteidigungsagentur tätig und engagierte sich als UN-Jugenddelegierte Rumäniens. Sie hat einen Masterabschluss in International Affairs von der Columbia University. Darüber hinaus ist sie Nonresident Fellow beim Atlantic Council und Junior Associate Fellow am NATO Defense College. Anca Agachi stammt ursprünglich aus Bukarest, Rumänien.
Khalid Bounouar | Comedian (RebellComedy)
Khalid Bounouar wurde in Eschweiler geboren und wuchs im Raum Aachen auf. Seine Wurzeln liegen in Marokko und Algerien. Seit seiner Kindheit steht er auf der Bühne und sammelte Erfahrungen in Theater, Tanz, Musik und Poesie. Nach dem Abitur begann er an der RWTH Aachen ein Studium der Gesellschaftswissenschaften, entschied sich jedoch später für eine Karriere in der Unterhaltungsbranche. 2012 wurde er Teil des Comedy-Ensembles RebellComedy und entwickelte sich zu einem erfolgreichen Stand-up-Comedian, Moderator und Schauspieler. Mit RebellComedy war Bounouar unter anderem Teil des Netflix-Specials „Raus aus’m Zoo“. Darüber hinaus hatte er ein eigenes Special bei Comedy Central und wirkte in verschiedenen TV- und Streaming-Produktionen mit, darunter „Schloss Goldbach – Promis viel zu nah“ und weitere Serien. Als Moderator präsentierte er insgesamt fünf Staffeln von RebellComedy im WDR und die Quatsch Comedy Show auf ProSieben. Außerdem wurde Bounouar mehrfach für seine Arbeit ausgezeichnet und gewann mehrere Comedy-Preise.
Simon Middelkoop | Schauspieler, Poetry Slammer, Comedian
Simon Middelkoop, geboren am 4. November 1996 in Aachen, ist Moderator, Schauspieler, Comedian und Poetry-Slammer. Nach dem Abitur am Städtischen Gymnasium Herzogenrath studierte er Gesellschaftswissenschaften an der RWTH Aachen University. Seit über vier Jahren steht er als Slam-Poet auf Bühnen in Aachen, NRW und ganz Deutschland, wo er mit humorvollen und pointierten Texten auftritt. 2024 erreichte er den dritten Platz bei den deutschsprachigen Meisterschaften im Poetry Slam. Seine langjährige Auftrittserfahrung auf Aachener Theaterbühnen prägt seine Vortragsweise, die zwischen Spielfreude und Authentizität wechselt. In seinen Texten beschäftigt er sich mit Alltagsbeobachtungen, Sprache und den kleinen Absurditäten des Lebens. Neben eigenen Auftritten moderiert er Slam- und Kulturveranstaltungen in der Region.
Luca Swieter | Science Slammerin / Moderation
Luca Swieter gehört seit über zehn Jahren zu den gefragtesten Slam Poetinnen im deutschsprachigen Raum. Sie ist mehrfache Teilnehmerin der deutschsprachigen U20 und Ü20 Meisterschaften sowie Finalistin der nordrhein-westfälischen Meisterschaften im Poetry Slam. In Köln moderiert sie monatlich den größten Poetry Slam ReimGold.
Dr. Insa Thiele-Eich | Wissenschaftskommunikatorin, (F)-Astronautin und Klimaforscherin
Insa Thiele-Eich ist promovierte Meteorologin, Klimaforscherin und angehende Astronautin. Als wissenschaftliche Koordinatorin am Institut für Geowissenschaften der Universität Bonn forscht sie zu den Auswirkungen des Klimawandels auf die menschliche Gesundheit und engagiert sich kommunalpolitisch für Klimaschutz. 2017 wurde sie aus mehr als 400 Bewerberinnen für die Initiative „Die Astronautin“ ausgewählt und absolvierte ein intensives Training mit Parabelflügen, Humanzentrifuge, Unterwassersimulationen, Orbitalmechanik und Isolationstrainings. Mit „Mission Homebound“ verfolgt sie weiterhin das Ziel einer wissenschaftlichen Raumfahrtmission. Ihre Erfahrungen teilt sie als Buchautorin, in TV-Formaten, Podcasts und Social Media und macht Wissenschaft und Zukunftsthemen verständlich und greifbar. Als fünffache Mutter, Wissenschaftlerin und stellvertretende Bürgermeisterin von Königswinter verbindet sie Forschung, Familie und gesellschaftliches Engagement – und zeigt, dass große Ziele mit Mut, Ausdauer und Tatkraft erreichbar sind.
Prof. Dr. Matthias Wessling | Prorektor für Transfer, RWTH Aachen University
Seit 2018 ist Prof. Dr.-Ing. Matthias Wessling Prorektor für Transfer an der RWTH Aachen. Zudem leitet er seit 2010 den Lehrstuhl für Chemische Verfahrenstechnik (AVT.CVT) der RWTH Aachen.
Dr. Mayssoun Zein Al Din | Direktorin, Academy of International Affairs NRW
Dr. Mayssoun Zein Al Din wurde zum 1. November 2020 von der Landesregierung von Nordrhein-Westfalen als geschäftsführende Direktorin der neu gegründeten Academy of International Affairs in Bonn bestellt. Von 2012 bis 2020 war sie im Büro des damaligen Ministerpräsidenten von Nordrhein-Westfalen Armin Laschet wissenschaftlich mit Themen der Internationalen Politik betraut. Davor leitete sie als Geschäftsführerin die NGO Open Door International, die mit der Durchführung von internationalen Bildungsaustauschprogrammen von Jugendlichen befasst ist. Dr. Mayssoun Zein Al Din ist Lehrbeauftrage der RWTH Aachen im Studiengang Theologie und Globale Entwicklung sowie im Institut für Politische Wissenschaft und Soziologie der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn. Des weiteren hatte sie einen Lehrauftrag am Zentrum für Islamstudien der Westfälischen Wilhelms-Universität und an der RWTH Aachen im Masterstudiengang für European Studies. Sie hat an der RWTH Aachen studiert und sich dort im Fach Politikwissenschaften promoviert. Sie ist Trägerin der Springorum Denkmünze und der Borchers Plakette für herausragende wissenschaftliche Leistungen der Hochschule. Dr. Mayssoun Zein Al Din ist Vorstandsmitglied mehrerer Institutionen zu Förderung von Bildung und Kultur.
 
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Die Veranstaltungen sind, mit Ausnahme des Dinners, öffentlich zugänglich. Die Teilnahme an allen Events ist kostenlos. Um am Summit teilzunehmen, melden Sie sich bitte unter www.karlspreis.events für die einzelnen Veranstaltungen an. Nach Ihrer Anmeldung erhalten Sie eine Bestätigungsemail und ein Ticket mit weiteren Informationen.

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ÜBER UNS

Der Summit wird gemeinsam von der Stiftung Internationaler Karlspreis zu Aachen, sowie dem Knowledge Hub und dem Käte Hamburger Kolleg: Cultures of Research (c:o/re) der RWTH Aachen University organisiert. Wir laden Sie ein, sich im Rahmen verschiedener Veranstaltungsformate mit der Rolle von Freiheit in wissenschaftlichen, kulturellen, sozialen und politischen Kontexten zu beschäftigen. Mit einer festlichen Eröffnungsveranstatung, einem ganztägigen Symposium und einer Stand-Up-Night möchten wir Wissenschaftler*innen, politische Entscheidungsträger*innen, Vertreter*innen aus Wirtschaft, Medien und Kultur sowie die Öffentlichkeit zusammenbringen, um Ideen und Strategien zur Stärkung der akademischen Freiheit und einer widerstandsfähigen europäischen Gemeinschaft auszutauschen.

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IMPRESSIONEN